A herzlichs Grüaß Gott

Der GTEV D‘ Funtenseer verabschiedet sich von seinem Ehrenvorstand
Max Aschauer
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Am 19. Januar 2019 verstarb unser Ehrenvorstand Max Aschauer im Alter von 83 Jahren. Sein ganzes Wirken und Schaffen widmete er seinen „Funtenseern“, der Erhaltung des Brauchtums und der Pflege der heimischen Tracht. Bis zu seinem Tode stand er dem Verein zur Seite und setzte sich dafür ein, den Leitspruch „Sitt und Brauch der Alten bewahren und erhalten“, in die Tat umzusetzen.

Mit Max Aschauer verlieren die Funtenseer nicht nur ihren Ehrenvorstand, sondern einen Trachtler mit Leib und Seele. Max Aschauer ist 1952 als aktives Mitglied den Funtenseern beigetreten. Im darauffolgenden Jahr wurde er bereits zum 1. Vorplattler gewählt. Dieses Amt führte er zwei Jahre aus. Von 1957 bis 1959 war er 2. Vorplattler. Danach, ab 1961 zwölf Jahre für die Finanzen der Funtenseer zuständig, bevor er 1973 zweiter Vorstand wurde.

Nach dem Rücktritt von Franz Brandner, der den Verein 29 Jahre führte, wählten die Funtenseer Max Aschauer im Jahr 1977 zu dessen Nachfolger. Max Aschauer sollte den Verein 18 Jahre lang als 1. Vorstand führen.

Er gestaltete das 40-jährige als 2. Vorplattler und organisierte das 50-jährige Jubiläum als Kassier mit. In seiner Amtszeit wurden das 60-jährige Jubiläum im kleinen Kreis und das 70-jährige Gründungsfest groß gefeiert. Besonders das 70-jährige Jubiläum blieb trotz der gescheiterten Bewerbung um das Gaufest des Gauverbandes 1, bis heute als ausgezeichnet organisiertes und auch wirtschaftlich erfolgreiches Fest in Erinnerung. Aschauer organisierte auch mehrere Fahrten ins Nato-Hauptquartier nach Neapel.

Sein größter Verdienst war allerdings der Bau des Vereinsheims am Parkplatz Königssee. Dieser war nur dank seines großartigen Engagements und seinem Mut, ein solches Projekt zu verwirklichen möglich.

Als Gemeinderat von Schönau am Königssee war er maßgeblich am Bau des Veranstaltungssaals beim Gasthof Unterstein beteiligt.

1995 gab Max Aschauer das Amt des ersten Vorstands in jüngere Hände, stand seinen Funtenseern aber auch danach, erst als Ehrenbeirat und nach dem Tod von Franz Brandner als Ehrenvorstand, bis zum Schluss mit Rat und Tat zur Verfügung. 

In Anerkennung an seine großen Verdienste rund um die Trachtensache verlieh ihm der Gauverband 1 im Jahr 2002 das goldene Gauehrenzeichen. Staatsminister Otto Wiesheu zeichnete ihn mit der Medaille für Verdienste um die bayerische Gastlichkeit aus. Seine vielfältigen Anregungen und sein kluges Urteil waren uns stets wertvoll und wichtig.

Für seine Nachfolger und für viele Mitglieder war Max Aschauer ein Wegbegleiter und väterlicher Freund. Wir werden unseren Funtenseer Opa sehr vermissen.

© GTEV D’ FUNTENSEER 2019